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Chronik

Kirchliches Leben in der Pfarrei

Die guten Hausgeister: Sekretärin, Hausmeister, Mesner, Organist

Die Sekretärin

Ein Pfarrbüro ist die Anlaufstelle bzw. die „Visitenkarte“ jeder Pfarrei. Da die Apostelkirche jedoch lange Zeit nur eine Filialkirchengemeinde von St. Xystus war und sich noch dazu im Aufbau befand, wurde erst nach der Fertigstellung von Kirche und Gemeindezentrum ein eigenes Pfarrbüro eingerichtet. Im Sommer 1989, als vom Erzbischöflichen Ordinariat die Stelle einer Sekretärin bewilligt worden war, gab es deshalb eine erste Stellenausschreibung. In ihr hieß es u. a.: „Er (Sie) soll Verwaltungs- und Büroarbeiten für Kirche, Gemeindezentrum und Hort übernehmen. … Berufserfahrung und Verbundenheit mit der Kirchengemeinde sind Voraussetzung für diese vielseitige Tätigkeit.“

Seit September 1989 hatte Frau Erika Wurzschmitt diese Stelle inne. Sie war der Gemeinde wohl bekannt und besonders bei Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern als „Zeltlagermutter“ beliebt. Als jedoch die Aufgaben des Pfarrbüros immer umfangreicher wurden, besonders durch die Buchführung für Kirche, Kinderhort und später Kinderkrippe, konnte Frau Lieve Van Driessche, ebenfalls Gemeindemitglied, im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung diese Arbeit übernehmen. Gut eineinhalb Jahre später bewilligte das Erzbischöfliche Ordinariat eine 2. Halbtagsstelle, sodass Frau Van Driessche regulär als Sekretärin angestellt werden konnte.

Welchen Tätigkeiten müssen Pfarrsekretärinnen nachgehen? Herr Rauh, ihr Dienstvorgesetzter, hat das einmal in den IMPULSEN folgendermaßen zusammengefasst:

Oft als Erste die Türe des Pfarrbüros öffnen.
Freundlich sein, Schwellenängste nehmen.
Das Gefühl weitergeben: Es ist gut, dass du kommst.
Sich Zeit nehmen für ein Gespräch (ohne Zeit zu haben).
Eine Messintention eintragen. Einen Trauerfall annehmen.
Eine Taufe aufnehmen. Über Freude und Trauer sprechen. Termine vereinbaren.
Professionell ein Büro führen mit allen neuen Techniken.
Auf dem Laufenden sein und bleiben.
Die Übersicht bewahren, die Ruhe in der Hektik.
Die Gelassenheit dessen, der sein Handwerk versteht.

Dazu ließe sich sicherlich noch eine ganze Menge weiterer Tätigkeiten hinzufügen. Von „ganz entscheidender Bedeutung“ für eine Sekretärin ist jedoch, dass sie „eine menschenfreundliche Atmosphäre“ schaffen kann und „einen gewinnenden Umgang“ mit den Besuchern pflegt. Und Herr Rauh konnte 2001 stolz feststellen: „All dies schaffen unsere beiden Sekretärinnen, Erika Wurzschmitt und Lieve Van Driessche jeden Tag aufs Neue“.

Ende 2003 ging Frau Wurzschmitt in den wohlverdienten Ruhestand. Seitdem hält Frau van Driessche allein die Stellung. Sie muss allerdings seit den Sparbeschlüssen Bambergs im Jahre 2005 und der Schaffung der Seelsorgeeinheit Erlangen-West 2006 mit reduzierter Stundenzahl ihre Arbeit bewältigen.