Über die Odenwaldallee gelangt man zum nördlichen, über die Büchenbacher Anlage zum südlichen Haupteingang des Gemeindezentrums. Die beiden zweiflügeligen Portale führen über einen Windfang in das große Foyer (4), das verbindende Raumelement zwischen den verschiedenen Bereichen der Anlage. Vom Kernraum zwischen den beiden Zugängen läuft die Halle östlich zum Jugendbereich (10) und westlich zu den Funktionsräumen (7-9) hin aus.
Die Atmosphäre wird geprägt vom warmen Ton des roten Spaltklinker-Bodens, dem hellen Kalksandsteinsichtmauerwerk und der offenen Dachkonstruktion aus diagonal verlaufenden, holzverkleideten Trägern und sichtbarer Dachschalung. Große Fensterflächen lassen im südlichen Teil den Blick über den Vorplatz und die Fußgängerzone frei.
Der Eingangsbereich dient als Ort der Begegnung und Kommunikation. Ausgestattet mit verschiedenen Sitzgelegenheiten, kleinen Tischen mit Informationsmaterial und Schauwänden mit den aktuellen Anschlägen rund ums Gemeindeleben, bietet er die Möglichkeit des Verweilens. Als Treffpunkt der Gemeindemitglieder nach den Gottesdiensten und Veranstaltungen spiegelt dieser Raum die zentrale Idee wider, dass die Apostelkirche ein lebendiger Ort des Kontaktes und Austausches, des gemeinsamen Gestaltens von christlichem Leben sein soll.
Darüber hinaus wird das großzügige Foyer auch genutzt als Raum für verschiedene Festlichkeiten im Rahmen des Gemeindelebens, z.B. Osterfrühstück oder Kirchweihfest, kleine Umtrünke und Empfänge, Ausstellungen u.a.
Der Clubraum (5), bezeichnet als das „Wohnzimmer der Gemeinde", schließt sich unmittelbar an das Foyer an. Mit seiner über die ganze Länge verlaufenden, nach Norden hin ausgerichteten Fensterfront ist er ein heller, freundlicher Raum, der un-terschiedlichen Zwecken dient. Er ist eingerichtet mit hellen Naturholzmöbeln und bietet an großen, verstellbaren Tischen bis zu 20 Sitzmöglichkeiten. Genutzt wird er für diverse Sitzungen, für den Senioren- und Bibelkreis, Kinderbibeltage, Kindergottesdienste und vieles mehr.
Außerdem kann der Raum für private Feiern gemietet werden.
Daneben befindet sich die große, gut ausgestattete Küche, in der für das leibliche Wohl bei Gemeindeveranstaltungen gesorgt werden kann.
Der ursprünglich als Stuhllager geplante und genutzte Raum wurde inzwischen umgestaltet zur „Apostelstube“ (6). Er ist das „kleine Wohnzimmer", gemütlich eingerichtet mit hellen Korbsesseln. Ein großes, mit warmen Farben auf ein Leinentuch gemaltes Bild mit der Darstellung eines bunten Regenbogens über Sonnenblumen und Kornähren bereichert die Ausstattung. Es wurde geschaffen von der Büchenbacher Künstlerin Christa Stümpel anlässlich der Erstkommunionfeier im Jahr 1997, die Im Zeichen des Regenbogens stand.
Den südöstlichen Teil der Anlage bildet der in sich geschlossene Jugendbereich (10) mit einem kleinen Foyer mit Bartheke, dem Gruppenraum und dem großen „Parkettraum". Im Keller wurde eine Diskothek untergebracht. Auch ein gut eingerichteter Werkraum mit Keramikbrennofen steht zur Verfügung.
Der Wunsch, den Bedürfnissen der Jugend gerecht zu werden und diese in die Gemeinde einzubinden, zeigt sich an der großzügigen und flexibel nutzbaren Ausgestaltung dieses Gebäudeteils.
Im nördlichen Bereich des Zentrums, in den man sowohl über das Foyer wie auch über einen weiteren Eingang an der Odenwaldallee gelangen kann, liegen verschiedene Funktionsräume:
die Sakristei (7), das Arbeits- und Besprechungszimmer der Seelsorger (8) und das Pfarrbüro (9).
Separat schließt sich hier auch die Wohnung des Hausmeisters an.
Die Kirche und die Gemeinderäume sind durch den Vorplatz und das Foyer miteinander verbunden und aufeinander bezogen. So wird in der architektonischen Konzeption der Anlage die Verknüpfung von kirchlichem und weltlichem Bereich zum Ausdruck gebracht. Unter diesem Dach kann die Lebenswirklichkeit der Menschen aller Altersgruppen ihren Platz finden.
Wie inmitten der ganzen Wirklichkeit die Kirche ihren Platz hat, so hat auch inmitten der Kirche Platz für die ganze Wirklichkeit zu sein. Das vielfältige Raumangebot unseres Gemeindezentrums will dafür Platz machen, es ist die Einladung, Leben und Glauben miteinander zu teilen: Jede und jeder soll hier einen Ort finden können, wo er sich so, wie er ist,- seiner Lebenssituation und seinen Bedürfnissen entsprechend -, wahr-, an- und ernst genommen fühlt, wo er in der Begegnung und in der Gemeinschaft im Glauben seinen Weg findet.