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Die Kirche

Die Ausgestaltung des Altarraumes

Der Altar

Der Altar bildet räumlich und von seiner Bedeutung her den Mittelpunkt der Kirche, des gesamten Gemeindezentrums.
Gearbeitet wurde er aus demselben Granitstein wie der Boden. Diese Materialeinheit versinnbildlicht die unauflösliche Verknüpfung von „Himmel und Erde". Gott ist ein naher Gott. Wo auch immer zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen. Dieser Gott Jahwe hält, was er mit seinem Namen verspricht: Er ist der, der da ist, mitten unter uns. In Jesus erweist sich Gott als einer, der mit beiden Beinen auf dem Boden unserer Welt steht.
In den Zeichen von Brot und Wein bietet er uns seine Liebe und Gemeinschaft an. Er gibt sich in unsere Hand und will uns Hilfe und Kraft auf unserem Weg sein. Durch dieses Mahl, das uns mit ihm und untereinander verbindet, führt er uns immer wieder vor Augen: Das Reich Gottes beginnt auf Erden.

In diesem Sinne wurde der Altar als Tisch, als Mahl-Tisch gestaltet. Vier mächtige Beine tragen die steinerne Tischplatte (Mensa). Diese hat die Form eines langgezogenen Sechsecks. An der Längsseite, an der der Priester während der Eucharistiefeier steht, ist die Platte abgerundet. Rund kann bedeuten: offen, ohne Ende und Grenze. Übertragen ist damit die Einladung an jeden einzelnen gemeint, sich in der Gemeinschaft der anderen um den Tisch zu versammeln.

An der gegenüberliegenden Seite ragt über den Tisch eine dreieckige, reliefierte Bronzeplatte hinaus, im Blickfeld des Zelebranten liegend. Dargestellt ist der Gekreuzigte, von kleinen Figuren flankiert. Die Gestalt des Gekreuzigten steht im Mittelpunkt - auf der vertikalen und horizontalen Achse der Dreiecksfläche. Die Kreuzesbalken sind nur durch Vertiefung des Reliefgrundes angedeutet. Mit dem ganzen Oberkörper überragt der Gekreuzigte die maßstäblich kleiner gehaltenen Figuren im unteren Teil des Bildfeldes. Diese Menschen sind nicht auf eine bestimmte Anzahl beschränkt, sie scheinen sich noch endlos weiter aneinanderzureihen, allein die Kanten der Platte setzen dem Zug ein Ende - alle Menschen sind gemeint, die sich unter dem Zeichen des Kreuzes versammeln. Die Figuren vermitteln Gemütszustände: Trauer, Unsicherheit und Angst - mit ihren Sorgen und Nöten treten die Menschen an das Kreuz heran. Dennoch wirken sie nicht verloren, denn die ausgebreiteten Arme des Gekreuzigten mit den übergroßen Händen sind wie schützend über sie gebreitet:
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich werde euch Ruhe verschaffen!
(Mt 11,28)

Die Platte ist der Verschluss über der Reliquienkapsel, die bei der Weihe des Gotteshauses nach kirchlichem Recht im Altar eingelassen wurde. Die Erinnerung an die Zeitzeugen, die in der Nachfolge Christi ihr Leben ließen, wird hier mit hereingenommen. Seit dem 5. Jahrhundert kann man schon diese Verbindung von Altar und Reliquien nachweisen, die eine Begründung in der Offenbarung des Johannes (6,9) findet: ... sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingerichtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie festhielten.