Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Cookie-Einstellungen

Die Kirche

Die Ausgestaltung des Altarraumes

Der Tabernakel

Der Tabernakel - Ort der Aufbewahrung der geweihten Hostien - hat in der Apostelkirche die Form einer Wandnische. Er ist in den nordwestlichen Wandpfeiler, neben dem Eingang von der Sakristei her, eingelassen.
Auf dem Bronzerelief der Vorderseite ist die Emmaus-Erzählung (Lk 24, 13-35) dargestellt: Nach dem Ostergeschehen begegnen zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus Jesus, den sie nicht erkennen. Erst beim gemeinsamen Mahl wird den Jüngern beim Segnen und Brechen des Brotes bewusst, dass sie der Auferstandene auf ihrem Weg begleitete. Daraufhin verlässt Jesu sie wieder.

In drei Bildebenen kommen unterschiedliche Stationen der Erzählung zum Ausdruck. Am oberen Rand wurde durch Vertiefung des Reliefgrundes eine Bodenfläche für die zwei dem zentralen Thema vorausgehenden Erzählschritte geschaffen:
Klein angedeutete Felsen mit drei Kreuzen und einer Tempelkuppel versinnbildlichen Golgotha und Jerusalem: Ort der Kreuzigung und Auferstehung.
Drei kleine, wandernde Gestalten - ausgestattet mit dem Wanderstab -sind gemeinsam unterwegs: die zwei Jünger, mit Jesus in ihrer Mitte auf dem Weg nach Emmaus.
Das zentrale Geschehen bilden drei sitzende Figuren, deren mittlere ein Brot in Händen hält: der Moment, als die Jünger beim gemeinsamen Mahl Jesus erkennen.

Dass es dieser Moment ist, der hier wichtig ist, wird auch durch die Größenverhältnisse deutlich: die Darstellungen folgen perspektivisch dem zeitlichen Ablauf der Erzählung: Golgotha liegt weit und klein zurück; die Wandernden kommen näher; die Mahl-Szene mit den großen Figuren steht im Mittelpunkt.
Die Hauptszene ist beschränkt auf die Drei-Figuren-Gruppe. Jesus sitzt zwischen den beiden Jüngern, Tisch und Hocker sind nur angedeutet, der Hintergrund ist frei. Der Auferstandene ist gerade im Begriff, das Brot zu teilen. Den Jüngern scheinen die Augen aufzugehen.
Es wurde bewusst auf erzählende Elemente verzichtet, die die Mahl-Szene ausführlicher schildern oder in einen historischen Kontext stellen würden. Der Betrachter erfährt nichts über den Ort, an dem das Geschehen stattfindet, es sind kein Haus, kein Raum, keine Einrichtungsgegenstände abgebildet. Die Figuren sind nicht individualisiert oder typisiert, nicht ohne weiteres als Jesus und Jünger zu erkennen.
Wie die Jünger Jesus am Brotbrechen erkannten, so muss der Betrachter das Geschehen ebenfalls darüber erschließen.

Jeder von uns ist, wie die Emmaus-Jünger, unterwegs mit seinen Fragen und Glaubenszweifeln.
In Jesus Christus zeigt sich Gott als ein Gott-mit-uns,
als einer, der mit uns geht, der unsere Fragen und Zweifel aushält,

als einer, der sich im Zeichen des Brotes uns schenkt,
als einer, der uns selber Stärkung und Wegzehr auf den Straßen dieser Welt sein will.

Im Tabernakel wird das geweihte Brot aufbewahrt. Um alte und kranke Menschen, die nicht zum Gottesdienst kommen können, in die Gemeinschaft mit Jesus Christus und seiner Gemeinde mit einzubeziehen, wird ihnen von hier die Kommunion gebracht.